Samstag, 21. Dezember 2013

Camera obscura inklusive Mini-Labor

Da hätte Leonardo seine Freude daran gehabt. Oder Aristoteles. Oder die anderen Gelehrten vor und nach Leo, die sich mit der Camera Obscura beschäftigten.nsbesondere Roger Bacon (1214 ff), der die erste Lochkamera für Sonnenbeobachtungen baute, und Johannes Zahn, der 1686 eine transportable Camera Obscura baute, die dann den Malern als Zeichenhilfe diente.

http://vimeo.com/43376331
Untitled from Stenoflex on Vimeo.

Beispielbilder auf www.flickr.com/groups/stenoflex Hersteller: www.stenoflex.com
Preis: 32 Euro bei monochrom.com
Entdeckt bei: http://kochhelmut.com/blog/2013/09/19/stenoflex-lochkamera-und-labor/



Geschichte der camera obscura (Auszug aus Wikipedia)



Camera obscura

Das Prinzip erkannte bereits Aristoteles (384–322 v. Chr.) im 4. Jahrhundert v. Chr. In der apokryphen Schrift Problemata physica wurde zum ersten Mal die Erzeugung eines auf dem Kopf stehenden Bildes beschrieben, wenn das Licht durch ein kleines Loch in einen dunklen Raum fällt.

Erste Versuche mit einer Lochkamera hat der Araber Alhazen bereits um 980 angestellt.



Vom Ende des 13. Jahrhundert an wurde die Camera obscura von Astronomen zur Beobachtung von Sonnenflecken und Sonnenfinsternissen benutzt, um nicht mit bloßem Auge in das helle Licht der Sonne blicken zu müssen. Roger Bacon (1214–1292 oder 1294) baute für Sonnenbeobachtungen die ersten Apparate in Form einer Camera obscura.

Leonardo da Vinci (1452–1519) untersuchte den Strahlengang und stellte fest, dass dieses Prinzip in der Natur beim Auge wieder zu finden ist.

Nachdem es im Mittelalter gelang, Linsen zu schleifen, ersetzte man das kleine Loch durch eine größere Linse. Diese verbesserte Kamera beschrieb 1568 der Venezianer Daniele Barbaro in seinem Werk La pratica della prospeltiva. Ein solches Gerät scheint auch Johannes Kepler bekannt gewesen zu sein.

Im Jahre 1686 konstruierte Johann Zahn eine transportable Camera obscura. Ein Spiegel, der im Winkel von 45 Grad zur Linse im Inneren der Kamera angebracht war, projizierte das Bild nach oben auf eine Mattscheibe, wo es bequem abgezeichnet werden konnte. Deshalb wurde die Camera Obscura von Malern vor der Fotografie gern als Zeichenhilfe genutzt. Man konnte in ihr die Landschaft auf Papier abmalen und dabei alle Proportionen richtig wiedergeben. Bekanntestes Beispiel ist der Maler Canaletto mit seinen berühmten Gemälden von Dresden und Warschau.

Möglicherweise benutzte bereits der Maler Jan Vermeer eine Camera Obscura, was den Detailreichtum seiner Werke erklären würde. Der Ausschnitt rechts aus seinem Landschaftsgemälde Ansicht von Delft zeigt entfernte Hausdächer. Deren komplizierte Geometrie konnte der Maler unmöglich dadurch erfassen, dass er näher an die Gebäude herantrat. Wäre er ausschließlich seiner Intuition gefolgt, hätte er wahrscheinlich einen anschaulicheren Bildaufbau gewählt.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Camera lucida immer beliebter und löste die Camera obscura als Zeichenhilfe weitgehend ab.

1826 gelang es Joseph Nicéphore Nièpce mit einer Camera obscura im Heliografie-Verfahren die erste bekannte und bis heute erhaltene Fotografie La cour du domaine du Gras zu erzeugen.

Riesen-Lochkameras: 

Manche camera obscuras sind so groß, dass sie begehbar sind. Dabei steht natürlich die Himmelsbeobachtung im Fokus.

Bekannte begehbare Lochkameras (Auszus aus Wikipedia)

  • Deutschland:
  • Österreich:
    • Camera obscura in Spitz, Niederösterreich, auf der Donaufähre/"Rollfähre" (Kunstobjekt des isländischen Künstlers Olafur Eliasson)
  • weitere Länder:
    • Camera obscura in Biel, Schweiz (als Teil der Cinécollection Piasio im Museum Neuhaus)
    • Camera obscura in der Moskauer Lomonossow-Universität
    • Camera obscura Building in Ägina in Griechenland, erbaut 2003, 360°-Rundumblick*
    • Camera obscura in Grahamstown, Südafrika
    • Camera obscura in Havanna, Kuba (an der Plaza Vieja)
    • Camera obscura in Hampi, Karnataka, Indien (Virupaksha-Tempel).


Eine Anleitung aus dem Jahre 1700: 

Wie die so genante Camera obscura zu gebrauchen, von Johann Sterr

Autor: Johann Sterr
Titel: Nachricht/ Wie die so genante Camera obscura zu gebrauchen
Erscheinungsdatum: um 1700
Erscheinungsort: Freising
Quelle: 12:666158Q, Kopie auf Commons.


[1]
Nachricht/
Wie die so genante Camera obscura zu
gebrauchen.
ERstlichen ziehet man vornen die 2. grosse No.
1.
&
No.
3.
A.
Rohr auff die No. 1. und No. 3. herauß / schrauffet das vordere grössere Lückel herunder / und stellet hinden in dem Kästl den schreg stehenden Spiegl das mit Littera A. bemerckt runde Spiegl hervor: sodann schrauffet man das kleinere Lückl ob dem kleinen Röhrl ausser des Kästls herunder / ziehet selbes Röhrl heraus auf das mit Dinten gezeichnete Ringl / richtet alsdann die gantze Camera auf das Objectum, was man sehen will: mit denen zwey eisernen Füssen aber kan mans hoch / oder nider machen / wie es nöthig. NB. (so einer ein kurtzes Gesicht hat / verstehe / der in die Weithe ansonst nicht vill sihet) kan das kleine Röhrl hineinschieben / so weith nemlich / als ihme die Objecta am schärffisten vorgestellet werden / solte aber das Gesicht so kurtz seyn / daß dises Hineinschieben nit erklecklich wäre / so kan er auch eines / oder beyde grosse Rohr vornen auch in so weith hineinschieben / bis er Satisfaction habe. Und diß alles / wann mans als ein Perspectiv gebrauchen will.
[2] Wann mans aber als eine Camera obscura gebrauchen / und die Species einlassen will / so ziechet man die zwey vordere grosse Rohr heraus auff die Numeros 2. & 4. trehet den Schreg-Spiegel hervor / B. also / daß der grosse Spiegel mit Litt. B. vorstehet / leget das obere Kästl hinüber / und hencket solches mit dem Bändl (so an den Knopff gebundten) an / sodann ziehet man den matten / oder so C. genanten gefrornen Spiegl mit Litt. C. hervor / daß er hinden anstehet / stellet die Camera an ein dunckles Orth / damit das Licht nicht auff den gefrornen Spiegel fallet / oder so man die Gelegenheit nit hat / (als zum Exempel auff weithen Feld) so nimmet man einen Mantel über den Kopff / und verhindert also die einfallende Lichte / sihet alsdann auf selben matten Spiegel / auf welchen sich alle Objecta gantz klar / und klein respræsentieren / solten sie aber nit scharff genug gesehen werden / als zum Exempel, es wäre gar nahe etwan 20. oder 30. Schritt / so müste man die vordere Rohr / eines / oder beye / wie es beliebte / weither heraußziehen / bis mans scharff genug siehet / allwo auff die Numeros nit mehr zu gehen. Will man etwan ein Gebäu / oder Thurn / oder was es immer ist / abzeichnen / kan es geschehen mit Saiffen-Kreiten / wie es die Kupfferschmidt brauchen / oder auch mit Reißbley. Wolte man [3] aber ein Gebäu nach dem jungen Schuch abmessen / oder wie hoch ein Thurn seye / so darff man nur eine Latten etwan auf 3. Schuch lang an das Gebäu / oder Thurn anhencken / so verjüngert / und verkleinert es selben / wie das Gebäu ist / alsdann kan mans mit einem guten Circul auff das Papier tragen / und zumalen es die Species alle lincks / oder verkehrt weiset / so kan mans gleich auch recht sehen / wann man den gefrornen Spiegel herauß ziehet / und schauet selbe auf der polierten Seiten / so siehet mans recht. Will man die Zeichnung wiederumben abbutzen von dem Spiegel / so nimbt man einen mit Laugen / oder Wasser befeuchteten Schwamben sambt ein wenig Saltz / benetzet solchen ein wenig / und trücknet selben widerumben mit einer neugewaschnen Leinwath ab. Füge auch zur Nachricht bey / wann ungefehr der gefrorne Spiegel solte zerbrochen werden / so kan man ein sauberes mit Oel geträncktes Papier darüber ziehen. Item / wer ansonst der Augen-Gläser zum lesen sich bedienen muß / der hat solche auch (die Species scharff zu sehen) hier nöthig.
Johann Sterr / Hochfürstl.
Opticus in Freysing.

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