Donnerstag, 5. Dezember 2013

jpg-illuminator und Langzeitbelichtung

Dieser Artikel richtet sich an Einsteiger, was die digitale Bildbearbeitung betrifft.

Vor kurzem erstellte ich Bilder mit Langzeitbelichtung, bei der ich den ISO-Wert auf 200 stellte, so dass bei Automatic-Einstellung Werte von 5-10 Sekunden herauskamen (ich nenne es die 200-ISO-Methode). Bei dieser ISO-Zahl sind die Feinheiten auch in dunklen Flächen enorm. Trotzdem müssen manche Fotos noch nachgebessert werden, was die dunklen Flächen betrifft. Das mache ich ausschließlich mit jpg-illuminator.

Die Schatten-Aufhellung ist das genialste Instrument beim jpg-illuminator.


Da in den dunklen Bereichen mehr Pixelwerte stecken als sonst, funktioniert die Aufhellung besser als bei normalen Nachtaufnahmen.



Nebenher mache ich auch den Weißabgleich mit jpg-illuminator. Das Schöne am Programm ist: wenn man einmal die richtige Einstellung ermittelt hat, kann man beim nächsten Bild im Ordner die letzte Einstellung hervorholen. Oft passt diese Einstellung.

Der Weißabgleich mit Picasa-Software (die ich für einfachere Dokumentationen benutze) funktioniert bei solchen Straßenbildern nicht so recht, denn es mischen sich verschiedene Lichter - Lichter mit Rotfärbung, Lichter mit Grünfärbung und Halogen-Lichter. Picasa lässt keine unterschiedliche Regelung von Rot-Grün-Blau zu, sondern nimmt einfach Rot weg und Blau hinzu, wenn es kühler werden soll, beziehungsweise umgekehrt, wenn das Bild wärmer werden soll. Das reicht oft bei normalen Innenaufnahmen, aber hier eben nicht.


So benutze ich beim jpg-Illuminator zunächst die Pipette und klicke auf eine weiße oder graue Stelle, korrigiere aber dann noch so lange nach, bis ich zufrieden bin.

Wegen der Mischung der verschiedenen Lichtarten gibt es hier keine richtige Einstellung, sondern die Mischung ist subjektiv!

Unser Auge - nein, unser Hirn - kann die einzelnen beleuchteten Bereiche unterschiedlich interpretieren. Es macht einen Weißabgleich, also eine Farbkorrektur, so dass wir weiße Striche auf der Straße sehen, obwohl sie WIRKLICH rötlich sind. Oder grünlich, bei entsprechend anderen Straßenbeleuchtungslampen. Das Hirn gaukelt uns also reines Weiß vor, obwohl das Auge eine Rotfärbung erfasst.

Die Farbkorrektur (so genannter Weißabgleich) ist bei Nachtaufnahmen ohne Blitz notwendig, weil bei einem Foto unser Hirn nicht so leicht korrigiert. In der Regel reicht eine kühlere Einstellung - oder, wenn man die drei Regler für Rot Grün und Blau vor sich hat: Rot zurück, Blau nach vorn. die meisten Programme (auch Freeware wie Irfanview) haben ein Analyseinstrument: man klickt mit einer Pipeppe (letztlich also mit der Maus) auf eine Stelle, von der man weiß, dass sie  neutral weiß bzw. neutral grau sein müsste. Das Programm stellt dann die Regler entsprechend ein.

Das funktioniert wunderbar, wenn nur eine Lampe oder Lampenart im Spiel war. Denn dann ist der ganze Bildbereich gleichmäßig verfärbt und kann gleichmäßig korrigiert werden.

Wenn sich Tageslicht einmischt, oder verschiedene Lampenarten zusammen kommen, klappt das nicht mehr. Dann muss man entweder einen Kompromiss suchen (siehe oben) oder mit speziellerer Software arbeiten, bei der man einzelne Bereiche des Bildes gesondert bearbeten kann (Gimp, Paint.net, PhotoImpact, wer zu viel Geld hat auch Photoshop).

fotomagazin.de

digitalkameras.de Tests

Pictures Magazin

www.photographie.de

heise Foto

DigitalPHOTO

digitalkamera.de News, Tests und Tipps

Sammler-Auktion - Photographie

Sammler-Auktion - Fotokunst