Sonntag, 5. April 2015

Geisterradler und Geisterfahrer auf Langzeitbelichtungen



2011: Geisterradler auf der Steinernen Brücke
(der Scheinwerfer stammt von Filmaufnahmen auf der Jahninsel)



Belichtungszeit 10 Sekunden bei 200 ISO; ein Radfahrer kam mir entgegen - er selbst ist völlig unsichtbar.

Klarer Fall von Geisterradler.

 Das seltsame ist, dass die Lichtspur HINTER dem fahrenden Objekt ist, das Objekt selbst bleibt unsichtbar.




Belichtungszeit 20 Sekunden bei 200 ISO. In dieser Zeit kreuzte ein Radfahrer den Weg, nur 2  Sekunden lang. Der Lichtstreifen kommt von der vorderen Fahrradlampe

Ich musste nochmal fotografieren. Inzwischen waren Fußgänger im Blickfeld. Geisterfußgänger sozusagen.

Einen ähnlichen Effekt gibt es bei Langzeitbelichtungs-"geisterfahrern":


Bremslichter; Gesamtbelichtungszeit 3,2 Sekunden bei 200 ISO, Kumpfmühler Brücke, April 2011





Hätten die Fahrzeuge nicht anhalten müssen, wären sie völlig unsichtbar geblieben.




Nibelungenbrücke. Auf der ganz rechten Fahrspur fuhr ein Linienbus, weshalb oben auch zwei Lichtspuren erscheinen.



Das gilt auch für Züge. Hier aber wird etwas anderes deutlich. Der Zug ist selbst hell genug, um auf der Aufnahme zu erscheinen, aber erscheint selten dort, wo man ihn vermutet.

Der linke Zug fährt der Kamera entgegen, die Lichtspuren erscheinen aber VOR dem Zug


Auch dieser Zug fährt der Kamera entgegen, die Lichtspuren erscheinen aber VOR dem Zug

Auch hier: ein entgegenkommender, vorbeifahrender Zug. er erscheint ein wenig geisterhaft, durchscheinend, weil entweder vor Beginn der Aufnahme noch Zeit war, den Hintergrund zu sehen, oder der Zug schon vorbeiwar, als die Aufnahme noch dauerte.








Auch hier: Die Lichter scheinen vor dem Zug. Offenbar hat sich in diesem Abschnitt noch nicht genug vom Zug "kumuliert".





Hier kann ich nciht mehr rekonstruieren, wie diese Lichtspuren zustandekamen. Es muss ein entgegenkommender Zug gewesen sein, wahrscheinlich begann ich di eAufnahme, als die Zugspitze in der Mitte des Bildes war und Richtung linke untere Ecke fuhr. Offenbar war er sehr kurz, möglicherweise eine Lok, so dass sich nicht genug ansammelte, um als Zug zu erscheinen. Nachdem der Zug vorbei war, dauerte die Aufnahme noch an, so dass das Gleis "unter" oder "hinter" dem Zug deutlich erfasst wurde.


Update: ähnliche Bilder gefunden auf http://www.fotografieren.li/53_Eisenbahn.html
Dort Eisenbahn-Lichtspuren mit Analogfotografie

Weitere Bilder. Die Lichteffekte waren nicht unbedingt das fotografische Ziel der Aufnahmen, es handelte sich nur um Experimente.

Bei Kraftfahrzeugen ist das Auto zu kurz, damit sich ein Geisterbild ergibt. Anders als beim Zug.


Die Fahrzeuge sind zu kurz, sie erscheinen überhaupt nicht. Die weißen Lichtstreifen stammen von entgegenkommenden Fahrzeugen. Die Lichtspuren beginnen in derMitte und gehen zum unteren Bildrand (also der Landshuter Unterführung); dort wo sie beginnen, startete die Aufnahme. In den Sekunden danach war genug Zeit für die Kamera, die Straße unter und hinter dem Fahrzeug zu erfassen. Man erkennt nicht einmal einen Helligkeitsunterschied zum Rest des Straßenbelags



Dieses abbremsende Fahrzeug war bereits so langsam, dass die Kamera genug von ihr erfasste, und das Fahrzeug nicht unsichtbar wirkt.
Wie sieht ein Geister-Rettungswagen im Einsatz aus?

Lichtspur eines Rettungswagen mit Blaulicht




Linienbus (gelb); Fahrtrichtung siehe Pfeile


Seltsame Bremslichter-Spuren

Was bedeutet der mittlere Lichtstreifen?
























Der Linienbus musste während der Aufnahme kurz anhalten, so dass er deutlich wurde.

Vorbeifahrender Zug. Hier sieht man den Hintergrund durch den Zug hindurch, Der Zug ist fast unsichtbar. Lediglich eine leichte Schattierung erscheint, und der weiße Streifen oben kommt von den beleuchteten Fenstern.


vorbeifahrender Zug

fotomagazin.de

digitalkameras.de Tests

Pictures Magazin

www.photographie.de

heise Foto

DigitalPHOTO

digitalkamera.de News, Tests und Tipps

Sammler-Auktion - Photographie

Sammler-Auktion - Fotokunst