Montag, 21. März 2016

Sammlerecke - Rolleicord



Mehr Infos: www.bleckedermoor.de/fotomuseum
Siehe auch:


Rolleicord, Auszug aus Wikipedia



Rolleicord ist die Markenbezeichnung für eine Reihe von zweiäugigen Mittelformat-Spiegelreflexkameras der Firma Rollei Fototechnic GmbH und die etwas einfacher konstruierten Schwestermodelle der Rolleiflex-Reihe für Rollfilm mit 6x6 cm-Negativen.


Die Rolleicord wurde 1934 von Franke & Heidecke erstmals vorgestellt. Zielgruppe war der Bereich der engagierten Amateure, die sich das teurere Modell Rolleiflex nicht leisten konnten, aber trotzdem eine hochwertige Kamera nutzen wollten. Diesem Motto getreu, wurden die Rolleicord-Modelle als abgespeckte Rolleiflex konzipiert. Der Unterschied besteht generell in den lichtschwächeren und etwas einfacheren Objektiven, einer etwas dunkleren Mattscheibe und einem Drehknopf mit separatem Verschlussspannhebel im Gegensatz zur praktischen Kurbel, die auch den Verschluss spannte, wie bei der Rolleiflex.
Allerdings hatte die Rolleicord schon ein Zählwerk und der Filmtransport stoppte automatisch, so dass man den Filmtransport nur noch beim Einlegen des Films durch das berühmte rote Fenster beobachten musste. Auf Bild Nr. 1 eingestellt wurde das Zählwerk zurückgestellt und das Fenster verschlossen[1]. Mit dem Zubehörteil Rolleikin, einem Umrüstsatz, kann man auch Kleinbildfilme in der Rolleicord aber auch in der Rolleiflex benutzen.
Die Rolleicord hat keinen Belichtungsmesser, sie verfügt aber über Belichtungstabellen, die sich auf der Kamerarückwand befinden. Einige Modelle besitzen einen Compur-Verschluss mit Lichtwerteingabe, bei dem man einfach den aus der Tabelle nach Lichtverhältnissen und ASA-Zahl ermittelten Lichtwert in den Verschluss eingibt und sich eine Blende-Zeit-Kombination einstellt. Verändert man nun die Belichtungszeit, ändert sich automatisch die Blende.
Wie die Rolleiflex wurde die Rolleicord in verschieden guter Qualität kopiert. Mit dem Niedergang der Mittelformatfotografie im Amateurbereich in den 1970er Jahren verloren die Rolleicord an Bedeutung und die Herstellung wurde mit dem Modell Vb (die Rollei-Kameras wurden immer mit römischen Ziffern bezeichnet) 1976 eingestellt.
Auf Grund ihrer sehr robusten und langlebigen Bauweise und dem neuerlichen Aufkommen der hochqualitativen, analogen Schwarz-Weiß-Fotografie sind guterhaltene Exemplare der Rolleicord auch heute noch gesuchte Stücke.

Rolleicord-Modelle

Modell Produktionszeitraum Sucherobjektiv Aufnahmeobjektiv Beschreibung
Rolleicord I 1934 Heidoskop 4,5/75 mm Carl Zeiss Triotar 3,8/75 mm Belichtungszeiten: 1–1/300 s, Compur-Verschluss
Rolleicord Ia 1936 Heidoskop 4/75 mm Carl Zeiss Triotar 4/75 mm

Rolleicord II bis 1950 Heidoskop 3,2/75 mm Carl Zeiss Triotar 3,5/75 mm spätere Modelle mit Bajonett an Aufnahme- bzw. Sucherobjektiv, ab 1949 (IIe) kürzeste Verschlusszeit 1/500 s
Rolleicord III 1950–1953 Heidoskop 3,2/75 mm Schneider Xenar 3,5/75 mm Größere Sucherlupe
Rolleicord IV 1953 Heidosmat 3,2/75 mm Schneider Xenar 3,5/75 mm Blitzsynchronisation zwischen X und M umschaltbar
Rolleicord V 1954

Schneider Xenar 3,5/75 mm Sperre gegen Doppelbelichtung
Rolleicord Va 1954

Schneider Xenar 3,5/75 mm wie Rolleicord V, jedoch Adapter für Aufnahmen im Format 4×4 cm und 4×5,5 cm verwendbar
Rolleicord Vb 1962–1976 Heidosmat 3,5/75 mm Schneider Xenar 3,5/75 mm Sucher und Einstellscheibe auswechselbar




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